Bundesregierung unterstützt Häfen bei Landstrom-Ausbau

Bundesregierung unterstützt Häfen bei Landstrom-Ausbau

Mit 176 Millionen Euro Finanzhilfe will Berlin dafür sorgen, dass Schiffe während der Liegezeiten in Deutschland künftig auf bordeigene Dieselgeneratoren verzichten.

Nach Zustimmung der Länder hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eine „Verwaltungsvereinbarung zur Errichtung von Landstrom-Anlagen“ in Kraft gesetzt. Damit könnten bis 2023 insgesamt 176 Millionen Euro in eine umweltfreundliche Stromversorgung von Schiffen in den See- und Binnenhäfen fließen. Um eine schnelle Umsetzung zu gewährleisten, werde sich die Bundesregierung in den Jahren 2020 und 2021 mit 75 Prozent an entsprechenden Maßnahmen beteiligen, ab 2022 dann noch mit 50 Prozent, hieß es in einer Pressemitteilung. Die Mittel sind demnach ab sofort abrufbar.

„Wir machen einen großen Schritt in Richtung einer flächendeckenden umwelt- und klimafreundlichen Landstromversorgung in deutschen Häfen, wie wir sie im Koalitionsvertrag versprochen haben“, sagte der CDU-Politiker Altmaier. „Auch wenn die Schifffahrt gemessen an ihrer Transportleistung bereits einer der umweltfreundlichsten Verkehrsträger ist, müssen wir die maritime Energiewende weiter voranbringen.“

Das Ministerium betonte, dass mit Landstrom-Anlagen auch Schiffe in den deutschen Häfen über erneuerbare Energien versorgt werden könnten. Bei großen Containerfrachtern und Kreuzfahrtschiffen würden Leistungen in der Größenordnung zwischen 4 und 16 Megawatt abgerufen, was etwa dem Strombedarf kleinerer Städte entspreche, hieß es. Dadurch könnten neben Luftschadstoffen wie Stickstoff- und Schwefeloxiden auch klimaschädliche CO2-Emissionen sowie Lärm und Vibrationen vermieden werden – und das oft in unmittelbarer Nähe von dicht besiedelten Gebieten.

 

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